Was ist eigentlich artgerechte Ernährung?

 

Die Ernährung gehört zu den wichtigsten Standbeinen einer guten Gesundheit unseres Vierbeiners. Viele Hundebesitzer haben jedoch die Verantwortung für die Ernährung ihres Hundes an die Tierfutterhersteller abgegeben.


In den 60-er Jahren wurde das Fertigfutter ins Leben gerufen und damit eine totale Ernährungsumstellung auf getreidebasierte Nahrung. Auch die menschliche Ernährung wurde inzwischen immer unnatürlicher – die Fast Food Industrie ist heute leider nicht mehr wegzudenken. Mittlerweilen weiss der Mensch jedoch, dass der Konsum dieser mit Konservierungsstoffen versetzten Nahrungsmittel ungesund ist und sogar krank machen kann. Viele suchen deshalb wieder den Weg zurück zu den natürlichen Lebensmitteln. Leider ist es eine Tatsache, dass die mehrheitlich auf Getreide basierende Nahrung auch Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Vierbeiner hat, denn viele Tiere leiden heute unter ernährungsbedingten Erkrankungen. Obwohl Tiermedizin und Futtermittelindustrie einen hohen Wissenstand erreicht haben, ist der enorme Zuwachs an Krankheiten doch erschreckend.

Krebs, Allergien, Pankreatitis, Pankreas-Insuffizienz, Hauterkrankungen, Nieren- und Lebererkrankungen sowie Immunschwächen treten immer häufiger auf und lassen sich sicher nicht einfach nur mit einer Überzüchtung erklären. Besonders Allergien auf Futtermittel nehmen stark zu. Die Gründe dafür liegen wohl in der Zugabe von künstlichen Stoffen in den Fertigfuttermitteln sowie in der minderwertigen Qualität der Stoffe.

Die Verdauung des Hundes
Wie sein Vorfahre, der Wolf, gehört der Hund zur Gattung der Karnivoren. Neben dem überwiegenden Anteil an Grosswild, das der Wolf zu sich nimmt, ist er jedoch kein reiner Fleischfresser. Ausser Beutetieren frisst der Wolf Obst, Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzeln und Insekten. Vom Beutetier wird praktisch alles, bis auf die grösseren Knochen, einen Grossteil von Haut und Fell und einen Teil des Magen-Darminhalts, aufgefressen. Durch den Verzehr des ganzen Tieres bekommt der Wolf alle für ihn lebenswichtigen Nährstoffe wie Eiweiss, Fett, Mineralien, Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe.


Auch unser Hund ist ein Jäger. Schon rein äusserlich ist nicht zu übersehen, dass er zum Jagen und Beute machen geschaffen ist. Der Hund kann mit seinem spezialisierten Gebiss die Beute packen, halten und schnell töten. Die langen Fangzähne an den Gebissecken dienen zum Festhalten der Beute. Die kräftigen Reisszähne helfen, zähe Fleischstücke und harte Knochen mit den scharfen Kanten durchzubeissen und abzukauen. Der Hund hat keine abgeflachten Mahlzähne zum Zerreiben von harten Pflanzenfasern oder Getreidekörnern. Auch der Speichel eines Hundes hat eine andere Zusammensetzung und Funktion als der eines Pflanzenfressers. Es finden sich keine Verdauungs-Enzyme im Speichel und es wird auch vergleichsweise sehr wenig Speichel produziert. Der Hundespeichel ist sehr zähflüssig und dient lediglich als Gleitmittel für die Nahrung.


Im Gegensatz zum Menschen und zu Pflanzenfressern hat der Hund einen sehr großen Magen welcher der Ort der Proteinaufspaltung ist. Fette werden nur wenig und Kohlenhydrate gar nicht aufgespaltet. Die chemische Zusammensetzung der Verdauungssäfte des Hundes enthält anteilig zehnmal mehr Salzsäure als die des Menschen und hat, mit Nahrung im Magen, einen pH-Wert von unter 1 (Mensch: pH 4 bis 5). Deshalb hat der Hund auch kein Problem mit leicht verdorbenem Fleisch und kennt das Salmonellenproblem nicht. Die Produktion der Magensäure hängt beim Hund unmittelbar vom Inhalt des Magens ab und erfolgt durch den Schlüsselreiz Fleisch.


Der Sackmagen des Hundes kann grosse Nahrungsmengen aufnehmen und je nach körperlicher Aktivität, in kleineren oder größeren Portionen an den Darm weitergeben. Er dient nicht als Speicherorgan von Nahrung, er kann bis zu 24 Stunden lang Nahrung an den Darm weitergegeben. Auch der Darm weist beim Hund andere Eigenschaften auf: Die Länge des Hundedarmes weist ebenfalls auf seine Raubtiernatur hin: Das Verhältnis Körper- zu Darmlänge beträgt bei Hunden etwa 1 zu 6,8. Das hört sich viel an. Bei einem grösseren Hund beträgt die Gesamtlänge Darm rund 10 Meter (Dünndarm ca. 4,5 m, Dickdarm ca. 5.5m). Die Darmlänge vieler Pflanzenfresser von ähnlicher Körpergrösse ist aber doppelt so lang!


Hunde haben durch den kurzen Darm auch eine schnellere Darmpassage. Die Nahrung befindet sich maximal 15 - 20 Stunden im Verdauungstrakt (abhängig von der aufgenommenen Nahrung - z.B. Knochen dauert länger als rohes Muskelfleisch). Der Hund weist somit eine viele schnellere Verdauung auf als Pflanzenfresser (4-5 Tage).


Mit diesen Kenntnissen ist es nachzuvollziehen, dass der Hund nicht dazu geschaffen ist, sich von Getreide und grösseren Mengen pflanzlichen Substanzen zu ernähren. Der hohe Getreideanteil von Fertigfutter kann jedoch bei Hunden etliche Probleme verursachen: Die Magensäfte werden nicht ausreichend gebildet, weil der Schlüsselreiz Fleisch fehlt, folglich werden Bakterien nicht abgetötet. Es kann zu Fehlgährungen, Durchfall und Parasitenbefall kommen. Die Bauchspeicheldrüse ist überfordert mit der Produktion von Enzymen zur Verdauung von Getreide. Das Kochen von tierischen Eiweiss verändert viele der Aminosäuren-Ketten und macht sie für den Hund grösstenteils unbrauchbar. Getreide und Sojaprodukte sind bekanntlich zwei Hauptallergene beim Hund.


Bei der Ernährung des Hundes dürfen wir nicht von unserer Ernährung ausgehen, sondern müssen verstehen, dass der Hund ein Fleischfresser bzw. Beutefresser sind und keine angepassten Vegetarier wie wir Menschen.


Viele Tierärzte, Züchter und Hundebesitzer haben festgestellt, das dass Fertigfutter einer der Hauptverursacher eines schlechten Gesundheitszustandes ist und suchen Alternativen zu Fertigfutterprodukten.


Nach langjährigen Recherchen kann ich Ihnen Futtermittelhersteller empfehlen, die ohne Chemie, hohem Fleischanteil, sowie durch schonendes Garen ohne jegliche synthetische Zusatzstoffe Naßfutter für Hunde herstellen.

Gerne bin ich für alle Fragen für Sie da.

Ihre Fachberaterin für gesunde und artgerechte Hundenahrung
Maria Magdalena Gaigl